Spionage-Stein Geheimdienst meldet zwei Festnahmen
Moskau - Zwei mutmaßliche Spione Großbritanniens seien in Gewahrsam, sagte der ehemalige Chef des russischen Inlandsgeheimdiensts FSB, Nikolai Kowalew, dem russischen Fernsehsender NTW. Zu der Nationalität der beiden angeblichen Agenten machte Kowalew, der den FSB von 1996 bis 1998 leitete, keine Angaben. Die britische Botschaft in Moskau sagte dem Rundfunksender Moskauer Echo allerdings, sie habe keine derartigen Informationen. Staatliche russische Medien beschwören seit Tagen den "größten Spionageskandal seit dem Kalten Krieg".
Spionage-Zubehör: Hightech im falschen Stein
Der FSB wirft vier britischen Diplomaten vor, an einem Spionagering beteiligt zu sein. Agenten sollen Informationen über einen am Rande Moskaus installierten "toten Hightech-Briefkasten" ausgetauscht haben. Dabei habe es sich um einen mit moderner Kommunikationstechnik ausgerüsteten unscheinbaren Stein gehandelt. Die russischen Informanten seien an dem Stein vorbeigegangen und hätten mit einem Mini-Computer Daten übertragen. Wenige Tage darauf habe dann ein britischer Botschaftsangehöriger an dem Ort die Daten abgerufen.