Spione: 007 in der Gewerkschaft - DER SPIEGEL
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Spione 007 in der Gewerkschaft

Die Mitgliedsliste ist topsecret - schließlich handelt es sich um Agenten im Dienste Ihrer Majestät. Ab sofort können sich britische Spione durch eine zusätzliche Waffe schützen: den Ausweis der Gewerkschaft.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

London - Bislang war James Bond, der berühmteste Vertreter aus den Reihen des britischen Geheimdienstes, stets auf sich allein gestellt. Nun bekommen seine Kollegen Unterstützung. Der Arbeitnehmerverband des Geheimdienstes MI 6 hat sich der Gewerkschaft für ranghohe Regierungsbeamte, der First Division Association, angeschlossen. Nach Angaben des Generalsekretärs des Arbeitnehmerverbandes, Jonathan Baume, sollen die Geheimagenten künftig Unterstützung bekommen, wenn es um Fragen der Aus- und Weiterbildung, des Gehaltes oder der Beförderung geht.

Laut "Times" und "Guardian" sollen rund 2000 Beschäftigte des britischen Geheimdienstes in die Gewerkschaft aufgenommen worden sein. Die Doppel-Nullen hätten durch ihre Mitgliedschaft allerdings keine "Lizenz zum Streiken" erworben, erklärte Baume. Vollwertige Mitglieder seien sie schon deswegen nicht, da auf ihren Mitgliedsausweisen aus Geheimhaltungsgründen keine Fotos und persönlichen Angaben erscheinen dürfen.