Sponsorensuche US-Popstar darf doch ins All
Moskau - Nach wochenlangem Hin und Her darf Lance Bass, 23, doch noch auf einen Flug ins All hoffen. Obwohl der Jungmillionär für die Reisekosten in Millionenhöhe noch nichts angezahlt hat, setzte ihn die russische Raumfahrtbehörde Rosawijakosmos am Freitag auf die Besatzungsliste zur Internationalen Raumstation ISS. Das teilte der Sprecher der Behörde, Konstantin Krejdenko, nach Angaben der Agentur Itar-Tass in Moskau mit.
Schon seit Juli bereitet sich Bass in der "Sternenstadt", dem Weltraumzentrum außerhalb Moskaus, für seine ungewöhnliche Reise vor. Russische Experten schlossen aber aus, dass Bass wie ursprünglich geplant im Oktober mit dem nächsten Versorgungsflug an Bord einer Sojus-Raumfähre zur ISS starten darf. Dem US-Star fehle noch das notwendige Raumfahrertraining, hieß es dazu in Moskau.
In den vergangenen Wochen hatte sich die russische Seite mehrfach darüber beklagt, dass der US-Popsänger seine Zahlungsverpflichtungen nicht einhalte. Nun wollen amerikanischer Fernsehsender den Sänger bei der Suche nach Sponsoren für seine auf 20 Millionen Dollar (20,3 Millionen Euro) geschätzten Reisekosten unterstützen. Nach der neuen Übereinkunft müsse das Geld laut Krejdenko jedoch binnen weniger Tage überwiesen werden. Außerdem solle sich der Sänger einem zusätzlichen Training im Weltraumzentrum in Houston unterziehen. Sollte Lance Bass im Oktober losfliegen, wäre er der dritte zahlende Tourist im All und der jüngste Mensch, der sich je in den Weltraum begeben hat.