Sri Lanka: Erdrutsche und Überschwemmungen
Überschwemmungen und Erdrutsche Fast 150 Tote durch Unwetter in Sri Lanka
Schwere Monsun-Unwetter haben in Sri Lanka Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst - dabei ist die Zahl der Toten inzwischen auf mindestens 146 gestiegen. Noch immer werden mehr als hundert Menschen vermisst, teilte der Katastrophenschutz mit. Das Militär des asiatischen Landes weitete seine Such- und Rettungsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten aus. Das Nachbarland Indien schickte erste Hilfsgüter.
Die Katastrophe begann am Freitag im Westen und Süden des Inselstaats. Fast 500.000 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, fast 2000 Wohngebäude wurden beschädigt oder vollständig zerstört. 50 Verletzte wurden in Krankenhäusern behandelt. Die Hilfsorganisation Save the Children warnte vor einem Ausbruch des Dengue-Fiebers, das von Mücken übertragen wird.
Sri Lanka’s deadly floods could exacerbate dengue crisis, warns Save the Children as more rainfall is on the way. https://t.co/GetoCeoelx
— Save the Children US (@SavetheChildren) May 27, 2017
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Die Streitkräfte schickten Soldaten zum Katastropheneinsatz in die von Erdrutschen schwer getroffenen Gebiete und stellten Flugzeuge für Hilfsmissionen bereit. Militärfahrzeuge brachten Betroffene über überflutete Straßen in Sicherheit. Unterdessen erreichte ein erstes indisches Kriegsschiff mit medizinischen Hilfsgütern Colombo. Zwei weitere indische Hilfsschiffe sollten bis Montag eintreffen.
Sri Lanka: Erdrutsche und Überschwemmungen
Die Vereinten Nationen sagten die Lieferung von Wasser-Containern und Wasserreinigungstabletten zu. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will Ärzteteams bei ihrem Einsatz in den Überschwemmungsgebieten unterstützen.
Die Monsunperiode in dem südasiatischen Land ist für Landwirtschaft und Stromerzeugung lebenswichtig. Sie sorgt aber zugleich immer wieder für Tod und Zerstörung: Im Mai 2003 kamen bei vergleichbaren Unwettern 250 Menschen ums Leben, 10.000 Wohnungen wurden zerstört. Im Mai vorigen Jahres starben mehr als hundert Menschen durch Überschwemmungen.
Zwischenzeitlich hatte der Regen ausgesetzt. Doch für Sonntag und Montag sind erneut starke Regenfälle vorhergesagt worden.