Staatsanwaltschaft ermittelt: Mordeten Satanisten in Bayern? - DER SPIEGEL
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Staatsanwaltschaft ermittelt Mordeten Satanisten in Bayern?

Vor rund 30 Jahren starben mehrere Kinder in Bayern unter mysteriösen Umständen - damals hieß es, sie seien bei Unfällen ums Leben gekommen. Doch daran gibt es nun Zweifel: Auf Grund von Behauptungen, die Kinder seien von einer satanistischen Sekte getötet worden, ermittelt die Staatsanwaltschaft.
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Traunstein - Seit Anfang Februar ermitteln die Behörden wegen mindestens zweier Todesfälle, die möglicherweise Morde einer satanistischen Vereinigung gewesen sein könnten. Wie es heißt, sollen die Morde damals als Verkehrsunfälle oder Selbstmorde getarnt worden sein.

Bei den Opfern, die in den Jahren 1969 und 1975 starben, handelt es sich um einen fünfjährigen Jungen und ein 14-jähriges Mädchen. Bisher bestehe gegen vier Beschuldigte, die Mitglieder einer "satanistischen Sekte" gewesen sein sollen, ein Anfangsverdacht. Daher lägen auch noch keine Haftbefehle vor, sagte der Traunsteiner Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese. Giese wollte jedoch nicht ausschließen, dass es "im Rahmen eines Sektengehabes weitere Todesfälle gab".

Die "Passauer Neue Presse" hatte in ihrer Donnerstagausgabe berichtet, die neuerlichen Ermittlungen seien ins Rollen gekommen, nachdem eine Frau aus dem niederbayerischen Simbach ihren Stiefbruder bei der Polizei der Taten beschuldigt habe. Zur Durchsuchung von Büros im Altöttinger Landratsamt sagte Giese, diese Maßnahme beziehe sich auf Zeugen und nicht auf Beschuldigte.

Einer der Beschuldigten soll bereits Mitte der siebziger Jahre in Traunstein vor Gericht gestanden haben, weil er eine Näherin erwürgt haben soll. Mangels Beweisen habe man den Mann aber freisprechen müssen, schreibt die Zeitung. Dazu sagte Giese, diesem Aspekt gehe die Ermittlungsbehörde "mit Interesse" nach.