Startenor Bocelli im Visier der Steuerfahnder
Rom - Das Finanzministerium in Rom bestätigte am Freitag entsprechende Meldungen. Bocelli selbst, der mit dem Song "Time To Say Goodbye" mit Sarah Brightman die deutschen Charts gestürmt hatte, verteidigte sich. Seinen Wohnsitz im Steuerparadies Monte Carlo habe er aus Sicherheitsgründen gewählt: "Ich habe seit Beginn meiner Gesangskarriere alles regulär angegeben."
Nach Informationen des italienischen Nachrichtenmagazins "Panorama" ermitteln die italienischen Behörden gegen den Tenor wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung. Bocelli habe seit 1997 ein Appartement in Monte Carlo und seither keine Abgaben mehr in Italien entrichtet. Der Sänger sei aufgefordert worden, seinen "Status als Bürger mit Wohnsitz im Ausland noch einmal zu prüfen". Allein im Bereich des CD-Verkaufs werden die möglichen Steuerausfälle auf etwa 100 Millionen Mark geschätzt. "Die Untersuchungen laufen noch", hieß es im Finanzministerium.
Luciano Pavarotti hatte erst vergangene Woche seinen langen Streit mit den Steuerbehörden Italiens beigelegt und die Zahlung von rund 25 Millionen Mark an den Fiskus zugesichert. "Wenn schon ein Vergleich angestellt werden soll, dann bitte beim Gesang", sagte Bocelli.