Staus auf Autobahnen Sieben Stunden im Schneechaos
Ulm - Besonders heftig war die Situation auf der A 8 in Baden-Württemberg. Zwischen Ulm und Kirchheim an der Teck saßen Autofahrer bis zu sieben Stunden in ihren Wagen und kamen nicht voran. Auch in Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein versorgten Rettungskräfte Menschen in blockierten Fahrzeugen mit warmen Getränken und Decken. Es kam zu zahlreichen Unfällen, die aber nach ersten Erkenntnissen der Polizei meist relativ glimpflich abliefen.
Gegen 4.00 Uhr in der Früh schien sich die Situation auf der A 8 Stuttgart-München langsam zu entspannen. An den Steigungen der Schwäbischen Alb hatten quer stehende Lastwagen und einige Zentimeter Neuschnee stellenweise ein Vorwärtskommen unmöglich gemacht. Viele Auto- und Lastwagenfahrer schliefen in ihren Fahrzeugen und wurden gegen Morgen von der Polizei geweckt.
Zu stundenlangen Staus kam es auch in Nordrhein-Westfalen. Am Morgen rollte der Verkehr auf den meisten Straßen jedoch wieder. Auf den Autobahnen 1, 43 und 46 bei Wuppertal - der am schwersten vom Wintereinbruch betroffenen Region - konnten die Behinderungen gegen 2.00 Uhr beseitigt werden. Von 17.00 Uhr bis 3.00 Uhr zählte die Polizei in Nordrhein-Westfalen mehr als 1100 Unfälle. 40 Menschen wurden dabei verletzt.
Auch auf den Straßen in Schleswig-Holsteins rollte der Verkehr am frühen Morgen wieder. Noch am Abend hatten dort die Autofahrer auf der A 21 zwischen Bad Oldesloe Nord und Leezen bis zu vier Stunden lang im Schneetreiben festgesessen. Auf der A 24 kam es zu einer Massenkarambolage.