Stiftung Warentest: Viele Medikamente taugen nichts - DER SPIEGEL
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Stiftung Warentest Viele Medikamente taugen nichts

In Deutschland werden nach einer Untersuchung der Stiftung Warentest viel zu oft ungeeignete Medikamente verschrieben. Rund ein Viertel taugt nichts. Die Stiftung hat in Berlin erstmals ein Handbuch für Medikamente vorgestellt.
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Berlin - Unter den negativ bewerteten Arzneimitteln seien auch zahlreiche führende Marken, sagte der Bereichsleiter Publikationen der Stiftung, Hubertus Primus.

So seien die Schmerzmittel Thomapyrin, Neuralgin, Novalgin und Optalidon sowie das Mittel gegen Gelenkschmerzen Mobilat in die schlechteste der vier vergebenen Kategorien eingeordnet worden, sagte Primus. Auch Frubienzym, das viel verkaufte Mittel gegen Rachenentzündung, müsse als "wenig geeignet" gelten, ebenso wie das Mittel zur Empfängnisverhütung Femovan.

Für einige häufige Krankheiten gebe es auf dem Markt sogar überhaupt keine geeigneten Arzneien, sagte Primus. Als Beispiele nannte er Venenleiden, arterielle Durchblutungsstörungen oder Ohrenentzündungen. Als bedenklich bewertete die Stiftung auch den Umstand, dass von den 45.000 angebotenen Arzneimitteln gegenwärtig rund 7800 Präparate im Handel seien, die zu keinem Zeitpunkt auf Qualität, Unbedenklichkeit und Wirksamkeit geprüft worden seien.

Das "Handbuch Medikamente" soll nach Darstellung der Stiftung Warentest vor dem Hintergrund einer "Medikamentenflut" gleichermaßen Ärzten und Patienten Hilfestellungen bei der Auswahl geeigneter Präparate geben.