Streit um Millionengewinn: Wem gehört der Lottoschein? - DER SPIEGEL
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Streit um Millionengewinn Wem gehört der Lottoschein?

Die Wahrscheinlichkeit, Lotto-Millionär zu werden, ist sehr gering. Dass einem ausgerechnet das Gewinnerlos abhanden kommt, ist noch unwahrscheinlicher. Doch in den USA erheben zwei Frauen Anspruch auf einen Jackpot von 162 Millionen Dollar - eine hat das Los, die andere behauptet, es verloren zu haben.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Cleveland - Den Lottogewinn von umgerechnet 127,7 Millionen Euro hat sich die Krankenhausmitarbeiterin Rebecca Jemison gesichert. Sie sagte, sie habe das Los mit den Gewinnerzahlen schnell bei der Lottogesellschaft abgegeben, als sie erfuhr, dass die vierzigjährige Elecia Battle ihren Lottoschein angeblich verloren habe. Auf die Zahlenkombination habe sie in der Vergangenheit häufiger gesetzt.

Elecia Battle steht nun dumm da. Der Polizei erzählte sie, sie habe das Los auf einem Parkplatz in Cleveland im US-Bundesstaat Ohio verloren. Zunächst klang das sehr glaubhaft, doch inzwischen ermittelt die Polizei wegen möglicher Falschaussage. Sollte Battles Aussage nicht stimmen, drohen ihr mehrere Monate Haft. Auch eine nächtliche Suche nach dem Los auf dem Parkplatz, bei der ihr 30 Leute halfen, blieb erfolglos.

Für die Lotteriegesellschaft ist die Sache klar: Jemison hat das richtige Los vorgelegt, also steht ihr der Gewinn zu. Der Direktor der Ohio Lottery, Dennis Kennedy, sagte, er gehe davon aus, dass das Los gekauft und nicht gefunden worden sei. Jemison habe ein anderes Los vorzeigen können, das am gleichen Ort und Tag gekauft wurde wie das Siegerlos. Zusätzlich habe sie mit einem älteren Schein nachweisen können, dass sie schon einmal auf die gezogenen Zahlen gesetzt hatte.

Der Traum von einem neuen Haus ist für Elecia Battle erst einmal geplatzt. Stattdessen könnte ihr ein Zimmer im Knast blühen.