Striptease und Sake - DER SPIEGEL
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AUSSTELLUNGEN Striptease und Sake

• aus DER SPIEGEL 36/2005
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Sie sind Grasmattenhersteller oder Sake-Brauer oder Kaligrafinnen, keine Schönheiten, keine Arbeitshelden - ihre Austauschbarkeit und ihre Durchschnittlichkeit interessierte den Fotografen Hashiguchi George. Seine jetzt in Köln eröffnete Ausstellung »1991 - 1995 Work« zeigt normale Menschen an ihren normalen Arbeitsplätzen und erinnert damit an die Werke von August Sander oder Stefan Moses. Aus über 50 Berufen porträtiert Hashiguchi immer einen jungen neben einem älteren Kollegen und liefert so ein Abbild der japanischen Arbeitswelt, erzählt so vom Wandel der Arbeitsbedingungen und der Arbeiter. Interviews ergänzen seine Fotografien - Auskünfte über Familie, Lieblingsmusik und das letzte Frühstück. Hashiguchi widersteht der Versuchung, seine Arbeiter als Helden abzubilden, erst in den Interviews zeigt sich, wie gern seine Modelle ihrem Beruf nachgehen: Saito Hisako, 54, zum Beispiel, eine Strip- perin, die von der Leidenschaft zu ihrer Arbeit berichtet: Am liebsten würde sie tanzen, bis sie sechzig ist. Die Ausstellung ist bis zum 14. Oktober im Japanischen Kulturinstitut in Köln zu sehen.

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