Stromausfall in Venezuela: Caracas wird dunkel - DER SPIEGEL
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Stromausfall in Venezuela: Und wieder war er weg

Foto: Carlos Garcia Rawlins/ REUTERS

Massiver Stromausfall Und dann saß Venezuela im Dunkeln

In Venezuela ist am Freitag in der Mitte und im Westen des Landes der Strom ausgefallen. Auch die Hauptstadt Caracas war betroffen. Präsident Nicolás Maduro wurde bei einer Ansprache unterbrochen. Er kennt das allerdings schon.
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Caracas - In Venezuela haben Störungen im Energiesystem in mehreren Landesteilen und Städten zu Stromausfällen geführt. Von dem Blackout waren am Freitag mindestens 14 der 23 Bundesstaaten in Zentralvenezuela und im Westen des Landes betroffen. Züge und U-Bahnen blieben in vielen Regionen und Städten stehen. Im Zentrum der Hauptstadt Caracas kam es zu Stromschwankungen, die sich aber im Laufe des Tages wieder stabilisierten.

Nach Angaben des Energieministers Jesse Chacon war ein Kraftwerk am frühen Nachmittag ausgefallen, das die Mitte und den Westen von Venezuela mit Strom versorgt. Die Gründe für die Störung sind noch unklar.

Von dem Stromausfall war auch Präsident Nicolás Maduro betroffen: Seine Rundfunkansprache wurde zweimal kurz unterbrochen, auch die Übertragung einer Ehrung für Journalisten mit Maduro litt unter den Störungen. Für Maduro ist das keine neue Situation: Im Dezember waren die Bildschirme in Caracas und anderen Städten schwarz geworden, als der Präsident gerade seine Fernsehansprache hielt.

Überhaupt sind Stromausfälle in Venezuela keine Seltenheit, allerdings betrifft es meist Regionen außerhalb der Hauptstadt, wo die Infrastruktur weniger entwickelt ist.

Ihnen folgen stets Schuldzuweisungen der Opposition in Richtung der Regierung, die nach Ansicht ihrer Gegner am Vorhaben scheitert, die Infrastruktur Venezuelas auf Vordermann zu bringen. Die Regierung macht dagegen Saboteure für die Stromausfälle verantwortlich. Zuweilen verbreitet sie auch, wilde Tiere wie Leguane und Beutelratten würden folgenschwere Schäden anrichten.

bim/Reuters/AP/dpa