Stromschlag durch Haartrockner Mädchen sterben in der Badewanne
Lustadt/Ludwigshafen - Gegen 17.30 Uhr ging die 30 Jahre alte Mutter ins Badezimmer - und fand nur noch die leblosen Körper ihrer beiden Töchter vor. Die vier und sechs Jahre alten Schwestern aus Lustadt in der Pfalz erlitten nach ersten Ermittlungen der Polizei einen tödlichen Stromschlag.
Notärzte und Sanitäter versuchten mehr als eine Stunde lang erfolglos, die Kinder wiederzubeleben, wie Polizeisprecherin Simone Eisenbarth am Montag berichtete. Endgültigen Aufschluss über die Todesursache soll eine Obduktion ergeben.
Die Eltern der toten Mädchen stünden unter Schock und hätten nicht vernommen werden können, erklärte die Polizei. Es gebe keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Die Ermittlungsbehörden gingen von einem tragischen Unglücksfall aus.
Letzte Gewissheit soll nun eine Obduktion erbringen. Die Mutter steht laut Sprecherin unter einem "ganz furchtbaren Schock". Sie wird genauso wie der Vater der Kinder von einem Kriseninterventionsteam psychologisch betreut.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Mehr Sicherheit für Kinder e.V. warnte vor elektrischen Geräten im Badezimmer. "Sie sollten niemals in der Nähe einer Badewanne gelagert werden", erklärte Geschäftsführerin Martina Abel in Bonn. Elektrische Geräte, von denen eine Gefährdung der Kinder ausgehe, bräuchten im Haushalt ihren festen Platz und dürften für Kinder nicht erreichbar sein.
"Eltern müssen auch ältere Kinder während des Badens immer beaufsichtigen", betonte Abel außerdem. Die Aufsichtspflicht von Kleinkindern sollte nicht an die älteren Geschwister übertragen werden. Darüber hinaus empfahl sie den Einbau von FI-Schutzschaltern, die im Falle einer Störung die elektrische Spannung sofort unterbrechen.