Studie: Immer mehr Deutsche sind abergläubisch - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Studie Immer mehr Deutsche sind abergläubisch

Ob schwarze Katzen, Schornsteinfeger oder Sternschnuppen: Der Glaube an Glücksbringer und unheilvolle Vorboten hat in Deutschland einer aktuellen Umfrage zufolge zugenommen. Jeder Zweite glaubt demnach an die positive Wirkung von vierblättrigen Kleeblättern. Die Zahl 13 verbindet jeder Vierte mit Unglück.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Allensbach - Im Vergleich zeige sich, dass "der irrationale Glaube an gute oder schlimme Vorzeichen in der Bevölkerung" heute "weiter verbreitet ist als noch vor einem Vierteljahrhundert", teilte heute das Meinungsforschungsinstitut Allensbach mit. Das Institut hatte 1027 Bundesbürger ab 16 Jahre befragt.

Die Umfrage zeigt, dass 42 Prozent der Deutschen an vermeintliche Glücksbringer wie vierblättrige Kleeblätter glauben. 40 Prozent erhoffen sich Glück von Sternschnuppen. Dagegen halten gut 28 Prozent die Zahl 13 für einen Unheilsboten und jeder Vierte sieht ein ungutes Vorzeichen in einer schwarzen Katze, die den Weg von links nach rechts kreuzt.

In den siebziger Jahren hätten in Westdeutschland nur etwa halb so viele Menschen (22 Prozent) in den Anblick eines zufällig durch den Weltraum sausenden und verglühenden Meteoriten Bedeutsames hineininterpretiert, hieß es. Auch dass ein vierblättriges Kleeblatt das Glück anziehen könnte, glaubte damals ein sehr viel kleinerer Teil der westdeutschen Bevölkerung (26 Prozent) als heute (42 Prozent). Genauso meinten damals nur 17 Prozent, dass man vorsichtshalber immer auf die Zahl 13 achten müsse.