Studie "Schwer wiegende Risiken" bei Concorde-Flugzeugen
London/Paris - Wie das britische Magazin "New Scientist" in seiner Ausgabe vom kommenden Samstag berichtet, hätten Air France und British Airways (BA) ein Programm zur Behebung der Mängel bisher erst zur Hälfte abgeschlossen. Die Risikoanalyse war demnach 1998 von BA in Auftrag gegeben worden. Sie wurde zusammen mit Rolls-Royce, dem Hersteller der Olympus 593-Triebwerke der Concorde, erstellt.
Insgesamt seien 152 Risikofaktoren in fünf Kategorien von "unbedeutend" bis "katastrophal" entdeckt worden. Keiner davon habe jedoch die geltenden Sicherheitsbestimmungen in Großbritannien, Frankreich oder den USA verletzt. BA habe dennoch einen Aktionsplan ausgearbeitet, um die 55 schwer wiegendsten Mängel zu beheben. "Das ist Teil eines ständigen Verbesserungsprogramms", sagte eine BA-Sprecherin.
Die Fluggesellschaft Air France hat nach Angaben französischer Zeitungen von den Versicherungen eine Entschädigung in Höhe von 30 Millionen Dollar für die abgestürzte Concorde erhalten. Das hatte der Finanzvorstand der Gesellschaft, Philippe Calavia, am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Paris bekannt gegeben. Die Zeitung "Le Figaro" berichtete in ihrer Mittwochausgabe, die Unglücksmaschine sei 1980 für einen symbolischen Franc gekauft worden und bilanztechnisch abgeschrieben gewesen.