Studie Vielflieger bekommen leichter Krebs
Köln - Stewardessen hätten ein doppelt so hohes Risiko, an Brustkrebs zu erkranken wie die Normalbevölkerung, sagte Professor Eero Pukkala vom Staatlichen Finnischen Krebsregister. "Das ist sehr viel. Außerdem besteht für das Flugpersonal ein zwei- bis dreifach erhöhtes Risiko, an verschiedenen Arten von Hautkrebs zu erkranken."
Für die Studie seien erstmals die Krankenakten von mehr als 30.000 Piloten und Flugbegleitern untersucht worden, berichtet "Monitor". Dabei hätten die Wissenschaftler eine Erhöhung von Knochenmarks-Leukämien und einen signifikanten Anstieg von Brust- und Hautkrebs festgestellt.
Als Grund für die erhöhten Krebsraten vermuten Wissenschaftler laut "Monitor" die starke Neutronenstrahlung, die in den üblichen Flughöhen von 10.000 bis fast 12.000 Metern herrscht, dabei ungehindert die Maschine "durchschießt" und die Körperzellen der Insassen schädigt. Nach der Berechnung von Wissenschaftlern erhalten die Passagiere bereits bei einem einzigen Nordatlantikflug eine Strahlendosis, die sich mit der Strahlenmenge von zwei bis drei Röntgenaufnahmen des Brustkorbes vergleichen lässt, ein Pilot oder Flugbegleiter erhält demnach im Schnitt pro Jahr die Dosis von etwa 200 Thorax-Röntgenaufnahmen.