Sturmflut auf Usedom: Deichbruch abgewendet - DER SPIEGEL
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Sturmflut auf Usedom Deichbruch abgewendet

Auf der Insel Usedom hat eine Sturmflut Stunden vor dem erwarteten Höchststand Teile der Deiche zwischen Ückeritz und Pudagla abgetragen. Zunächst war noch von einem Deichbruch die Rede. Die Feuerwehr richtete sich auf einen Nachteinsatz ein. Menschen seien jedoch nicht in Gefahr, heißt es.
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Greiswald/Anklam - Der höchste Wasserstand sei erst gegen Mitternacht erwartet gewesen, erklärte der Sprecher des Landkreises Ostvorpommern, Christoph Krohn. Schon Stunden vor dem erwarteten Höchststand war das Achterwasser am Mittwochnachmittag auf der Rückseite der Insel so hoch gestiegen, dass Teile der Deiche zwischen Ückeritz und Pudagla abgetragen wurden. Zunächst war auch von einem Deichbruch die Rede. Doch habe der zunächst befürchtete Deichbruch verhindert werden können, sagte Martina Sauck vom Katastrophenstab des Landkreises Ostvorpommern am Abend der dpa.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie hielt Wasserstände von bis zu 1,35 Meter über Normal für möglich. Weder Menschen noch Güter seien in Gefahr. Es sei nichts Dramatisches.

In Ostvorpommern und in Greifswald hatten sich die Feuerwehren auf Nachteinsatz vorbereitet. Im Greifswalder Stadtteil Wieck wurde die Bevölkerung vorsorglich gewarnt. Für den Ernstfall lägen Sandsäcke bereit, sagte der Leiter des Katastrophenschutzes, Thomas-Christian Paul. Für den Deich in Wackerow wurden nach Angaben des zuständigen Ordnungsamtes bereits 10.000 Sandsäcke geordert. Der Deich war bei der Sturmflut im November gebrochen. Bei Lassan stehen zwei hochwassergefährdete Einzelgehöfte unter besonderer Beobachtung.

Ursache für die Sturmflut ist nach Angaben des Wetterdienstes meteomedia ein kräftiger Nordostwind, der in der Nacht zum Donnerstag weiter auffrischen sollte. Nach den jüngsten Stürmen war der Wasserstand in Boddengewässern, Peene und Achterwasser bereits so hoch, dass sie kaum noch weiteres Wasser aufnehmen können.

jjc/dpa