Sturmnacht "Oralie" hinterlässt schwere Schäden
Hamburg - Bereits vergangene Nacht brausten Ausläufer des Orkantiefs "Oralie" nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia vor allem über den Norden und die Mitte Deutschlands. Auf dem Brocken wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 187 Stundenkilometern gemessen. Aber auch im Flachland gab es verbreitet schweren Sturm und Orkan.
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes besteht an den Küsten von Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern die Gefahr von Orkanböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern. Im Laufe des Sonntags soll der Sturm nach Angaben der Meteorologen langsam abklingen.
Es kam zu zahlreichen Schäden: Auf dem Hamburger Flughafen Fuhlsbüttel deckte der Wind das Dach eines in Bau befindlichen Terminals ab. Allein in Hamburg meldete die Feuerwehr bis zum frühen Morgen rund 170 Einsätze. Auf der Autobahn 20 in der Nähe von Wismar in Mecklenburg-Vorpommern stürzte ein Baum auf ein Auto und verletzte die 51 Jahre alte Fahrerin schwer. Bei Coesfeld in Nordrhein-Westfalen fuhr ein Autofahrer in einen umgestürzten Baum. Seine 23 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt.
Bei Grabow in Mecklenburg-Vorpommern stürzte die Giebelwand einer Scheune ein. Außerdem wurden nach Polizeiangaben mehrere Stromleitungen beschädigt. Auf der Autobahn 27 in Bremen stürzte im Sturm eine etwa fünf Meter lange und drei Meter hohe Lärmschutzmauer um und blieb auf dem Seitenstreifen liegen. Auch in Schleswig-Holstein und Niedersachsen wurden nach Polizeiangaben Bäume und Verkehrsschilder umgeweht.
Ein Sprecher des Brandenburger Lagezentrums sagte: "Es sind zahlreiche Bäume und Äste herabgestürzt." In Lüneburg flogen Dachziegel vom Rathaus. Vielerorts wurden Autos von umfallenden Bäumen und herabstürzenden Ästen beschädigt, so auch in der Gegend um Recklinghausen und Bochum in Nordrhein-Westfalen.