Sturmtief "Dorian" bringt Schnee und Chaos
Berlin - Für heute erwartet der Deutsche Wetterdienst an der Küste, in Niedersachsen und Schleswig-Holstein Unwetter mit orkanartigen Böen. Ähnliches gilt für den Osten Nordrhein-Westfalens, Nordhessen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen. Es sei mit entwurzelten Bäumen, herabstürzenden Dachziegeln und stellenweise unpassierbaren Straßen und Schienenwegen zu rechnen.
Böen mit bis zu 120 Stundenkilometern deckten in Cuxhaven das Dach eines Hallenbades teilweise ab. Auch an anderen Häusern wurden Dächer beschädigt. Auf der B73 wehte der Sturm ein Auto von der Straße.
Im Südosten Mecklenburgs und in Vorpommern haben Schneefall und Glätte am Morgen zu zahlreichen Unfällen und Behinderungen geführt. Allein auf der A20 zwischen Altentreptow und Pasewalk ereigneten sich sieben Unfälle, vorrangig auf den Auf- und Abfahrten zur Autobahn, teilte die Polizei mit. Zwischen Loitz und Grimmen musste die B194 gesperrt werden, weil ein Kleintransporter verunglückt war. Auf der B104 blieb am Panstorfer Berg (Kreis Demmin) ein Lkw stecken und sorgte für rund sechs Kilometer Rückstau bis Remplin.
Auch im Bayerischen Wald, im Harz und im Erzgebirge fiel über Nacht reichlich Schnee. Das Arbergebiet im Bayerischen Wald meldete 30 Zentimeter Neuschnee. Für die Ruselbergstrecke zwischen Deggendorf und Regen wurde Kettenpflicht für Lkw angeordnet. Mehrere Lastwagen blieben an Steigungsstrecken hängen oder stellten sich auf den glatten Fahrbahnen quer. Die Räum- und Streudienste waren im Dauereinsatz.
Während die Autofahrer über das Schneechaos schimpfen, können sich die Wintersportler freuen: Auf dem Brocken liegen zurzeit 75 Zentimeter Schnee, auf dem Fichtelberg 68 Zentimeter.
Nadine Emmerich, DDP