Südafrika Hunderte illegale Arbeiter in Mine eingeschlossen
In einer Goldmine in Benoni in der Nähe von Johannesburg sind viele Arbeiter nach dem Einsturz eines Stollens eingesperrt. Laut Mitarbeitern der Rettungskräfte befinden sich 30 von ihnen in der Nähe der Erdoberfläche. Mit ihnen sei eine Kommunikation möglich gewesen. Weitere rund 200 sollen sich in größerer Tiefe befinden.
Mit schwerem Gerät sollen nun die Felsbrocken entfernt werden, die ein Entkommen derzeit unmöglich machen. Ob es Verletzte oder Tote unter den Arbeitern gibt, wurde bislang nicht bekannt. Sie sollen seit Samstagmorgen dort feststecken. Laut Angaben der lokalen Behörden wurden sie entdeckt, als Polizisten bei einem Einsatz wegen illegaler Müllkippen Hilferufe hörten.
"Das ist ein verlassener Minenschacht mitten auf einem freien Feld, die Gegend ist nicht abgesperrt", sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. Sobald man Menschen befreien könne, würden Ärzte bereitstehen, die bei Bedarf Verletzte behandeln könnten.
In vielen verlassenen Minenschächten in Südafrika findet illegaler Abbau statt. Häufig sind die Arbeitsbedingungen dort prekär und die Sicherheitsvorkehrungen sehr begrenzt. Immer wieder kommt es zu tödlichen Unfällen, auch gab es bereits Berichte über Gefechte unter Tage zwischen rivalisierenden Gruppen. Im Jahr 2009 kamen mindestens 82 Menschen bei einem Feuer in einer aktiven Goldmine ums Leben, die dort illegal gearbeitet haben sollen. Anfang Februar starben neun Menschen bei einem Brand in der Doornkop-Goldmine westlich von Johannesburg.