Südafrika: Massenpanik im Stadion fordert 43 Tote - DER SPIEGEL
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Südafrika Massenpanik im Stadion fordert 43 Tote

Mangelnde Sicherheitsvorkehrungen waren vermutlich der Grund für die Katastrophe: Bei einer Massenpanik in einem Fußballstadion in Johannesburg kamen mindestens 43 Menschen ums Leben, weitere 155 wurden schwer verletzt.
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Johannesburg - Nach einem Bericht des Fernsehsenders SABC wurden für das Fußballspiel im Ellis-Park-Stadion zu viele Karten verkauft. Wartende Fans vor den verschlossenen Toren hätten an vier Stellen den Zaun eingedrückt und seien ins Stadion vorgedrungen. Die Polizei hatte bereits zuvor Tränengas gegen die Massen eingesetzt. Im Stadion kamen 29 Personen, außerhalb 14 Menschen ums Leben, wie eine Polizeisprecherin mitteilte.

Unter den Toten befinden sich auch zwei Kinder. Reporter sprachen von unzureichenden Sicherheitsvorkehrungen in dem 62.000 Zuschauer fassenden Stadion. Die südafrikanische Nachrichtenagentur Sapa berichtete unter Berufung auf die Rettungskräfte von mindestens 155 Verletzten. Die meisten davon hätten sich Rippen- und andere Knochenbrüche zugezogen.

Präsident Thabo Mbeki kündigte rasche Ermittlungen an. Sportminister Ngcone Balfour erklärte, die Premier League sei für die Sicherheitsvorkehrungen für das Spiel zwischen den Mannschaften Kaizer Chiefs und Orlando Pirates verantwortlich gewesen. Das Chaos dürfe keine Auswirkungen auf die südafrikanische Bewerbung um die Ausrichtung der Fußball-WM im Jahr 2010 haben, betonte Balfour.

Andere wiederum befürchteten negative Folgen für die Ambitionen Südafrikas. Das Land am Kap hatte im vergangenen Jahr im Rennen um die Austragung der Fußball-WM 2006 gegen Deutschland das Nachsehen. Im Nachbarland Simbabwe waren im Juli 13 Fußballfans in einem Stadion getötet worden, nachdem die Polizei Tränengas in die Menge gefeuert hatte, um Unruhen zu unterdrücken.