Südafrika Nelson Mandelas Sohn an Aids gestorben
Johannesburg - Der 86-jährige Mandela rief seine Landsleute in einer Pressekonferenz eindringlich zu mehr Offenheit im Umgang mit der Krankheit auf. "Lasst uns HIV und Aids öffentlich machen, lasst es uns nicht verstecken", sagte Mandela. Betroffene sollten offen damit umgehen, wenn jemand an den Folgen einer HIV-Infektion gestorben sei, sagte der Friedensnobelpreisträger. "Dann werden die Menschen aufhören, die Krankheit als etwas Außergewöhnliches zu sehen."
Der 54 Jahre alt gewordene Anwalt Makgatho Mandela starb heute in einem Krankenhaus in Johannesburg, in dem er seit Ende des vergangenen Jahres lag. Er war der letzte noch lebende Sohn des Anführers der Anti-Apartheitsbewegung. Mandela hatte den Kranken heute noch besucht. Bereits im Dezember hatte er mehrere Termine abgesagt, um in der Nähe seines Sohnes zu sein. Mandelas erste Frau, die Mutter Makgathos, war 2004 gestorben, ebenso seine Schwiegertochter.
Seinen zweiten Sohn hatte Mandela 1969 bei einem Autounfall verloren, während er im Gefängnis saß. Die Apartheitsregierung hatte ihm damals nicht gestattet, an der Beerdigung teilzunehmen. Der zunehmend gebrechlich wirkende Politiker hatte sich im vergangenen Jahr offiziell aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen. Sein Engagement - etwa im Kampf gegen Aids - setzte er dennoch fort.