Südkorea 39 Menschen überleben Flugzeugabsturz
Seoul/Peking - Die Wolken sollen tief gehangen haben, als die Boing 767 zum Landeanflug auf den internationalen Flughafen Kimhae der südkoreanischen Großstadt Pusan ansetzte. Nebel und Regen hätten die Sicht der Piloten stark eingeschränkt. Dann, kurz vor der Landung, schlug der mit 155 Passagieren und 11 Besatzungsmitgliedern besetzte Jet der Air China auf.
Die genaue Zahl der Todesopfer steht noch nicht fest. Noch suchen die Rettungsmannschaften unter den teilweise noch brennenden Trümmern der Unglücksmaschine nach möglichen weiteren Überlebenden. Die Bergungsarbeiten werden durch das unwegsame Gelände erschwert. 54 Menschen wurden lebend aus dem Wrack geborgen, einige erlagen jedoch später ihren schweren Verletzungen. Die Zahl der Überlebenden wird jetzt mit 39 angegeben. Die Verletzten wurden in Krankenhäuser in der Nähe der Absturzstelle gebracht, berichtet der koreanische Fernsehsender KBS.
Pusan ist einer der Spielorte der Fußball-Weltmeisterschaft, die am 31. Mai beginnt.
Den Fernsehberichten zufolge waren die meisten Passagiere südkoreanische Touristen auf dem Weg in ihre Heimat. Neben den 135 Koreanern waren 19 chinesische und ein usbekischer Passagier an Bord. Die 11 Besatzungsmitglieder waren Chinesen.
Bundespräsident Johannes Rau bekundete in einem Brief an Chinas Staats- und Parteichef Jiang Zemin seine Betroffenheit. "Meine Gedanken sind bei den Hinterbliebenen, die Verwandte oder Freunde verloren haben, und bei denen, die bei dem Unglück Verletzungen erlitten haben."