Südosteuropa: Etliche Tote nach heftigen Unwettern - DER SPIEGEL
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Südosteuropa Etliche Tote nach heftigen Unwettern

Bei schweren Regenfällen sind in Rumänien, Bulgarien und der Türkei mehrere Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer wurden von den Wassermassen mitgerissen oder unter Schlammlawinen begraben. Hunderte Bewohner der Krisenregionen sind auf der Flucht.
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Istanbul/Sofia/Bukarest - Insgesamt sind bei heftigen Unwettern in Rumänien und der Türkei mindestens 13 Menschen ums Leben gekommen. Auch in Bulgarien mussten nach starken Regenfällen Urlauber in Sicherheit gebracht werden. Die Länder werden seit Tagen von Unwettern heimgesucht.

Bei Überschwemmungen im nordosttürkischen Schwarzmeergebiet ertranken mindestens fünf Menschen. Ein Ehepaar kam in einem Auto ums Leben, das beim Passieren einer überfluteten Brücke vom Wasser mitgerissen wurde, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu heute berichtete. In der Provinz Samsun starb ein Ortsvorsteher, dessen Auto bei der Rückkehr von einer Dorfhochzeit von einem Erdrutsch erfasst und in einen Fluss geschleudert wurde. Bereits am Freitag war in derselben Provinz der Imam eines Dorfes mit seinem zwei Monate alten Baby fortgespült worden. Beide ertranken. Durch die Wassermassen wurden zahlreiche Straßen überflutet, vereinzelt stürzten Brücken und auch Häuser ein.

Hunderte Rumänen in Sicherheit gebracht

In der nordrumänischen Region Suceava starben mindestens acht Menschen durch Unwetter, weitere vier werden noch vermisst, berichtete der Fernsehsender Realitatea TV. Nach Angaben des Innenministeriums mussten 535 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Von den Wassermassen seien landesweit rund 2700 Häuser und Gehöfte in 45 Ortschaften überschwemmt oder zerstört worden.

In der Hauptstadt Bukarest stehen Straßen und Unterführungen unter Wasser, nachdem es in kürzester Zeit 48 Liter pro Quadratmeter geregnet hat. In der Schwarzmeerstadt Constanta steht der öffentliche Verkehr wegen überfluteter Straßen still. 27 Ortschaften sind noch ohne Strom. Die Unwetter hatten landesweit 110 Umspannwerke beschädigt, hieß es.

Überschwemmungen in Bulgarien

An der bulgarischen Schwarzmeerküste mussten nach starken Regenfällen 40 Urlauber von Campingplätzen um Burgas in Sicherheit gebracht. Ein über die Ufer getretener kleiner Fluss habe dort 25 Zelte überflutet, berichteten bulgarische Medien. Vier Kinder mussten von einer Insel gerettet werden. Sie waren von einer Flutwelle erfasst worden und konnten nicht mehr zurückschwimmen. In den Badeorten Nessebar, Obsor und Primorsko stehen viele Hotels unter Wasser. Teile der Landstraße entlang der Schwarzmeerküste nördlich von Burgas sind überflutet. In der Donauregion sind mehrere Dörfer ohne Strom.

ffr/dpa