Supermarktdach eingestürzt: Beinahe-Katastrophe in Töging - DER SPIEGEL
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Supermarktdach eingestürzt Beinahe-Katastrophe in Töging

Nach dem Einsturz eines Supermarktdaches im oberbayerischen Töging am Inn hat es zunächst widersprüchliche Meldungen über die Zahl der Verletzten gegeben. Inzwischen zeichnet sich ab, dass es keine Verschütteten gegeben hat. Mehrere Menschen stehen den Angaben zufolge unter Schock.
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Töging am Inn - Das Rote Kreuz berichtete, dass sich elf Personen, die sich in dem Markt aufgehalten hätten, vor dem Unglück hatten in Sicherheit bringen können. Vier Personen stünden allerdings unter Schock und würden vor Ort behandelt. Das Dach des 20 mal 40 Meter großen Gebäudes war der örtlichen Feuerwehr zufolge auf einer Fläche von 16 mal 7 Metern eingesackt.

Ein Sprecher des Landratsamtes Altötting bestätigte SPIEGEL ONLINE, es gebe keine Verletzten. Auch gehe man nicht davon aus, dass noch Menschen unter den Trümmern begraben seien: Spürhunde seien vor Ort im Einsatz gewesen und hätten nichts gefunden. Die Rettungskräfte seien bereits wieder abgezogen worden.

Die Geschäftsführung der Discounter-Kette Netto in Maxhütte-Haidhof hatte der Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf die örtliche Polizei erklärt, es sei bei dem Unglück niemand zu Schaden gekommen. Aus dem Rathaus hieß es, es gebe offenbar keine Todesopfer oder Verletzte. Auch die Kreisbrandinspektion Traunstein sagte, zurzeit gehe man nicht von Verschütteten aus. Das Dach sei nicht eingestürzt, sondern relativ langsam "eingesackt".

Der Einsturz des Daches kurz vor 11 Uhr habe sich durch Geräusche angedeutet, berichtete Klaus Zielinski vom Landratsamt Altötting. Daraufhin seien die Menschen aus dem Supermarkt ins Freie gelaufen und hätten sich retten können. Sein Sprecher-Kollege Thomas Kaiser fügte hinzu, durch das langsame Einsacken des Daches hätten die Menschen Zeit gehabt, das Gebäude zu verlassen. Rot-Kreuz-Sprecher Elsner sagte: "Soweit wir wissen haben die Leute im Supermarkt gemerkt, dass das Dach sich gesenkt hat und sind sofort aus dem Gebäude raus." Das Dach werde zum Teil noch von den Regalen gestützt, hieß es. Am stärksten sei der Eingangsbereich verwüstet worden. Nach Angaben einer Baufirma, die an der Errichtung des etwa fünf Jahre alten Gebäudes beteiligt war, ist mittlerweile ein Statiker unterwegs, um die Schäden zu begutachten. Man nehme den Vorfall sehr ernst.

Nach Angaben von Einwohnern liegt derzeit in dem Ort in der Nähe von Altötting viel Schnee, außerdem schneit es seit den Nachtstunden stark. Erst vor vier Wochen war in Bad Reichenhall eine Eissporthalle unter der Last der Schneemassen zusammengebrochen, 15 Menschen waren von den Trümmern erschlagen worden. Vor anderthalb Wochen war es im polnischen Kattowitz zu einem noch verheerenderem Unglück gekommen, als während einer internationalen Brieftaubenausstellung das schneebedeckte Dach der Messehalle am Samstag eingestürzt war. Dabei waren mindestens 63 Menschen ums Leben gekommen. Zwei Menschen werden weiterhin vermisst.

rom/reuters/dpa/ap/ddp