Sydney: Bombenalarm an Bord eines US-Passagierjets - DER SPIEGEL
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Sydney Bombenalarm an Bord eines US-Passagierjets

Wegen einer Bombendrohung ist eine Maschine der United Airlines nach dem Start zum Flughafen Sydney zurückgekehrt. Etliche Rettungsfahrzeuge sind im Einsatz, der Flughafen wurde aus Sicherheitsgründen gesperrt.
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Sydney - Der United-Airlines-Flug 840 war auf dem Weg nach Los Angeles. 90 Minuten nach dem Start kehrte die Maschine mit 246 Passagieren an Bord jedoch in die australische Metropole zurück. Ein Sprecher der Fluggesellschaft sagte, es habe sich bei der Landung nur um eine Vorsichtsmaßnahme gehandelt.

An Bord der Maschine wurde nach Angaben des australischen Verkehrsminister John Anderson ein Drohschreiben gefunden. Nach Angaben des australischen Radiosenders 2GB wurde der Brief auf einer Spucktüte verfasst und dann in der Nähe der Toilette zurückgelassen. Wer den Brief geschrieben hat, ist unklar. Der Jet sei durchsucht worden, die Sicherheitskräfte hätten zunächst aber nichts Verdächtiges gefunden. Alle Passagiere und die 18 Besatzungsmitglieder haben das Flugzeug inzwischen verlassen. Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz.

Über die Ursache für den Alarm gab es unterschiedliche Meldungen. Nach Angaben eines Fernsehsenders hatte ein bislang Unbekannter versucht, ins Cockpit einzudringen. Ein Flughafensprecher dementierte dies jedoch. Nach Angaben von United Airlines wurde in dem Jumbo-Jet "ein Objekt entdeckt, das Sicherheitsbedenken auslöste", meldete die australische Nachrichtenagentur AAP. Eine Rundfunkstation nannte ein Feuer in der Hydraulik als Ursache.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Gruppe Islamischer Tawhid im Internet mit Terroranschlägen in Australien gedroht. Die Terroristen forderten, das Land solle seine Truppen aus dem Irak abziehen. Australiens Außenminister Alexander Downer erklärte daraufhin, seine Regierung nehme die Drohung ernst, werde sich aber keinesfalls beugen. Australien hatte sich mit rund 2000 Soldaten an der Invasion des Irak beteiligt und hält in dem Land oder seiner Nähe derzeit rund 850 Mann stationiert.