Taifun "Chaba" wütet über Japan
Tokio - Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern pro Stunde ist der Taifun "Chaba" über den Südwesten Japans hinweggefegt. Er riss mindestens neun Menschen in den Tod. Über 200 Menschen wurden nach Angaben der Behörden verletzt. Tausende Japaner ergriffen aus Furcht vor Flutwellen und Erdrutschen die Flucht.
"Chaba" zieht von Süden Richtung Nordosten über Japan hinweg. Die Behörden warnten heute, dass der Sturm im Tagesverlauf auf nördliche Regionen des Landes treffen könnte.
Schon jetzt hinterlässt "Chaba" eine Schneise der Verwüstung. Der Taifun legte den öffentlichen Verkehr mit schweren Regenfällen und Erdrutschen teilweise lahm. 350.000 Haushalte waren zeitweise ohne Strom.
Zehntausende Anwohner hatten sich vorübergehend vor der wütenden Naturgewalt in Sicherheit bringen müssen. Vier Mann einer Frachterbesatzung werden weiter vermisst.
"Chaba" ist der thailändische Begriff für Hibiskus. Der Taifun ist der 16. der Saison und einer der schwersten über Japan tobenden Wirbelstürme der vergangenen Jahre. Erst kürzlich waren dort bei einem Taifun zehn Menschen ums Leben gekommen.