Talkmaster: Anstreicher wollte Letterman-Sohn entführen - DER SPIEGEL
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Talkmaster Anstreicher wollte Letterman-Sohn entführen

Der 18 Monate alte Sohn von TV-Moderator David Letterman ist nur knapp einer Entführung entgangen. Ein Maler wird von der US-Bundespolizei FBI beschuldigt, die Entführung des kleinen Harry Joseph und seines Kindermädchens bis ins Detail vorbereitet zu haben.
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New York - Wie die "New York Post" heute berichtet, habe Kelly Allen F. fünf Millionen Dollar (3,8 Millionen Euro) Lösegeld von Letterman fordern wollen. Jetzt säße er hinter Gittern. Der 43-jährige F. hätte einen Bekannten in seine Pläne eingeweiht, um ihn als Komplizen zu gewinnen. Der Mann sei aber zur Polizei gegangen. "Teil des Plans war es, auch das Kindermädchen zu entführen, damit sie sich um den Jungen kümmert", zitiert die Zeitung aus der Strafanzeige gegen F.

Dem Bericht zufolge hatte F. Malerarbeiten auf Lettermans Deep Creek Ranch im US-Bundesstaat Montana ausgeführt und besaß den Schlüssel zu dem abgelegenen Anwesen. Er habe für die Entführung zahlreiche Fotos von dem Haus gemacht, Räume ausgemessen und einen Fluchtweg geplant. Nach Angaben der Zeitung wusste der Verdächtige, dass der Talkmaster der spätabendlichen CBS-Sendung "Late Night" die Ranch in Kürze mit seiner Freundin Regina Lasko und dem gemeinsamen Sohn besuchen wollte.

In einer offiziellen Erklärung sprach das Paar dem FBI und der Polizei in Montana seinen "unendlichen Dank" aus. Harry Joseph ist Lettermans einziges Kind und nach dem verstorbenen Vater des Talkmasters benannt.

Letterman war in der Vergangenheit schon einmal von einer geisteskranken Frau verfolgt worden, die sich als "Mrs. Letterman" ausgab und mindestens sieben Mal in sein Haus bei New York einbrach. Sie wurde zu einer Gefängnisstrafe sowie dem Aufenthalt in einer geschlossenen Anstalt verurteilt und beging 1998 Selbstmord.