Tankerhavarie Das Öl hat das Ufer erreicht
La Coruña - An einigen Stellen habe das Öl das Ufer erreicht, teilten die Behörden mit. "Auf dem Wasser sind dickflüssige Ölflecken zu sehen", sagte ein Sprecher des Zivilschutzes in der Gemeinde Muxía bei La Coruña.
Um den Ölteppich abzufangen, sind bereits kilometerlange Öl-Barrieren aufgebaut worden. Umweltschützer befürchten ein Massensterben von Seevögeln, sollten die 3000 bereits ausgelaufenen Tonnen Schweröl an die Strände gelangen.
Die "Prestige" befindet sich rund 120 Kilometer von der Küste entfernt. Vier Schlepper versuchen, das mit 77.000 Tonnen Öl beladene Schiff weiter ins offene Meer zu ziehen. Der 243 Meter lange und 26 Jahre alte Tanker droht auseinander zu brechen, da im Rumpf an der Steuerbordseite ein fast 50 Meter großer Riss klafft. Das niederländische Spezialteam, das die Bergungsarbeiten übernommen hat, wollte im Laufe des Tages erneut an Bord des Tankers gehen. Dort soll geprüft werden, ob ein Abpumpen des Öls möglich ist.
Der griechische Kapitän des Schiffes war am Freitagabend geborgen und anschließend festgenommen worden. Die spanische Justiz wirft ihm Umweltverbrechen und mutwillige Behinderung der Bergungsarbeiten vor. Noch am Samstag sollte er dem Haftrichter vorgeführt werden.
Der unter der Flagge der Bahamas fahrende, 26 Jahre alte Tanker einer griechischen Reederei war am Mittwoch während eines Sturms im Atlantik in Seenot geraten und mit schwerer Schlagseite auf die Küste zugetrieben.