Tankerunglück Ölpest erreicht Frankreich
Die Behörden bestätigten am Mittwoch nach einer Untersuchung, dass die vor der südwestfranzösischen Atlantikküste aufgetretene Verschmutzung von der "Prestige" stammt. An der spanischen Küste setzten unterdessen mehrere tausend Helfer den Kampf gegen die Ölpest fort.
Die Ölklumpen vor Frankreich waren am Dienstag an einem elf Kilometer langen Küstenabschnitt bei Biscarrosse entdeckt worden, wie die Präfektur des Departements Landes mitteilte. Da es zunächst unklar war, ob die Verschmutzung tatsächlich von der "Prestige" stammte, wurden Proben zur Untersuchung in ein Labor geschickt.
Das vor Galicien in einer Tiefe von 3,5 Kilometern liegende Tankerwrack gibt nach wie vor seine Ladung ins Meer ab. Starker Wind und hoher Wellengang haben Bergungsmannschaften zuletzt daran gehindert, die Lecks mit Hilfe eines U-Boots zu dichten. Die Reinigungsarbeiten an der galicischen Küste gingen dagegen am Neujahrstag weiter. In weißen Schutzanzügen bekleidet entfernten die rund 4000 Soldaten und freiwilligen Helfer den Ölschlick von Stränden und Felsen. "Es ist das erst Mal, dass ich an einem Neujahrsmorgen so früh aufgestanden bin", sagte einer der Helfer im spanischen Fernsehen.
In Spanien hatten unterdessen Fischer auch in der Silvesternacht ihren Unmut über die Katastrophe kundgetan.