Tankerunglück: Ölteppich bedroht Korallenriffe - DER SPIEGEL
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Tankerunglück Ölteppich bedroht Korallenriffe

Vor der Küste Singapurs sind nach einer Tankerhavarie mehrere Millionen Liter Rohöl ins Meer gelaufen. Umweltschützer befürchten, dass seltene Korallenriffe sterben könnten.
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Singapur - Die "Natuna Sea" war am Dienstag auf Grund gelaufen und leckgeschlagen. Ein etwa ein Kilometer breiter und 1,6 Kilometer langer Ölteppich bildete sich auf dem Meer vor Singapur. Flugzeuge besprühten das Rohöl mit Chemikalien aus der Luft. Dennoch werde sich das Öl vor den indonesischen Riau-Inseln dadurch nicht vollständig auflösen und absinken, sagte am Mittwoch der Meeresumweltspezialist Chua Sek Chuan. "Dies wird die Riffe töten". Die eingesetzten Chemikalien bedrohten zudem natürliche Öle, die für die Meeresfauna lebenswichtig seien.

Die vier beschädigten Ölcontainer des Schiffs enthielten schätzungsweise 40.000 Tonnen Rohöl, von denen bisher mehr als 7000 Tonnen aus dem Leck im Rumpf ausgetreten seien, teilte die Hafenbehörde von Singapur mit. Bergungsmannschaften begannen damit, das Öl auf ein anderes Schiff zu pumpen. Eine private Bergungsgesellschaft brachte zusätzliches Material zum Unglücksort.

Wie es zu der Havarie kam, ist unklar. Der in Panama registrierte Tanker befand sich auf dem Weg vom saudiarabischen Hafen Dschidda nach China und sollte in Singapur mit neuem Kraftstoff versorgt werden.