Tebartz-van Elst: Entschädigungen fallen wohl geringer aus - DER SPIEGEL
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Entschädigungen wegen Limburger Protzbau "Definitiv keine Millionenbeträge"

Die Entschädigungen, die auf die Kirche in Limburg wegen der Bauarbeiten für den neuen Bischofssitz zukommen könnten, fallen offenbar geringer aus, als bisher kolportiert. Zumindest die Stadt geht von deutlich niedrigeren Forderungen aus.
Neubau des Limburger Bischofssitzes: GPS-Vermessung der Straßen
Neubau des Limburger Bischofssitzes: GPS-Vermessung der Straßen

Neubau des Limburger Bischofssitzes: GPS-Vermessung der Straßen

Foto: Thomas Frey/ dpa
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Limburg - Die Forderungen, die die Stadt Limburg wegen Beschädigungen von Straßen und Infrastruktur an die katholische Kirche in Limburg richten könnte, werden wohl weit geringer ausfallen als die zuletzt kolportierten Millionensummen. Unter anderem hatte die "Welt am Sonntag" berichtet, die Gesamtkosten des neuen Bischofssitzes von Franz-Peter Tebartz-van Elst könnten von den bisher bekannten rund 31 Millionen auf bis zu 40 Millionen Euro steigen.

Laut verschiedenen Medienberichten sei es durch Transporte von Baumaterial und Maschinerie zur Großbaustelle auf dem Domberg zu schweren Schäden an Straßen und Gebäuden in der historischen Limburger Altstadt gekommen. Diese Schäden gibt es, aber wohl nicht in dem bisher berichteten Ausmaß.

"Zumindest was Schäden an den Straßen angeht, können wir nicht bestätigen, dass Forderungen in der berichteten Höhe zu erwarten sind", sagte eine Sprecherin der Stadt auf Anfrage von SPIEGEL ONLINE. "Es sind anders als berichtet keine Leitungen beschädigt worden. Wir können bestätigen, dass es beispielsweise auf der mit Kopfsteinpflaster gepflasterten Domstraße zu Absenkungen gekommen ist."

Um so etwas überhaupt feststellen und dokumentieren zu können, hatte die Stadt Limburg bereits 2011 eine aufwendige GPS-Vermessung der Straßen hinauf zur Baustelle auf dem Domberg vornehmen lassen. Die vergleichende Nachvermessung sei jetzt gelaufen. Das Gutachten liege zwar noch nicht vor, wohl aber eine erste mündliche Einschätzung des Gutachters. Zu Erwarten sei demnach ein Schaden "in hoch fünfstelligem Bereich" - aber auch nicht mehr.

Darüber hinaus könnte man den Einriss einer nicht historischen Mauer am unteren Ende der Domstraße als Schaden verbuchen. "Die war eingerissen worden, damit da die Baustellenfahrzeuge parken konnten." Noch sei nicht entschieden, ob diese Mauer überhaupt wieder errichtet wird. Wenn, dann kämen weitere Forderungen im knapp fünfstelligen Bereich hinzu - aber eben keine insgesamt 1,8 Millionen Euro Forderungen der Stadt, wie mehrfach berichtet wurde.

Was für Forderungen allerdings noch von privater Seite an das Bistum gestellt werden, ist nicht bekannt. "Schäden an privaten Häusern", so die Sprecherin der Stadt Limburg, "müssen die Anrainer direkt mit dem Bistum klären."