Teneriffa: Dutzende Flüchtlinge im Meer vermisst - DER SPIEGEL
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Teneriffa Dutzende Flüchtlinge im Meer vermisst

Vor den Kanarischen Inseln sind rund 100 Flüchtlinge mit ihrem Boot gekentert. Spanische Rettungskräfte bargen mindestens 48. Hubschrauber und Schiffe suchen nach den Vermissten - ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit.
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Madrid - Die Flüchtlinge waren mit ihrem Boot in vier Meter hohen Wellen gekentert. Ein Flugzeug der Luftwaffe hatte das Boot mit den Flüchtlingen rund 145 Kilometer südlich von Teneriffa entdeckt. Die Seerettung versuchte daraufhin, das Boot zu erreichen. Einige der Flüchtlinge an Bord seien nervös geworden und aufgesprungen, erklärte ein Ministeriumsvertreter auf den Kanaren, José Segura.

Das Boot sei dann von einer Welle getroffen worden, und alle seien ins Wasser gefallen. An Bord des Flüchtlingsboots, das in Mauretanien abgelegt hatte, sollen sich ungefähr 105 Menschen befunden haben, wie ein Mitarbeiter einer Seenotrettung sagte. An der Suche nach den Vermissten in dem Gebiet etwa 60 Seemeilen (111 Kilometer) vor Teneriffa beteiligten sich fünf Handelsschiffe, zwei Hubschrauber und ein französischer Flugzeugträger.

Allein seit Sonntag kamen trotz schärferer Kontrollen der EU-Grenzschutzagentur Frontex mehr als 250 Flüchtlinge aus Afrika auf den Kanarischen Inseln an.

2006 wurden mehr als 30.000 Menschen aus Afrika aufgegriffen, die in Booten auf die spanischen Kanaren gelangen wollten. Mehrere tausend weitere kamen vermutlich bei der Überfahrt um.

jjc/AP/AFP

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