Terror-Abwehr: Blutbad in Manilas Metro vereitelt - DER SPIEGEL
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Terror-Abwehr Blutbad in Manilas Metro vereitelt

Es sollte eine Katastrophe wie in Madrid werden: Den philippinischen Behörden zufolge planten muslimische Extremisten Terroranschläge auf Züge und Einkaufszentren, bei denen Hunderte von Menschen sterben sollten.
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Manila - Bei einer Razzia seien 36 Kilogramm des Sprengstoffs TNT sichergestellt worden, teilte die philippinische Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo mit. Zudem seien vier muslimische Extremisten festgenommen worden - bei ihnen soll es sich um Mitglieder der militanten Gruppe Abu Sayyaf handeln.

"Wir haben Anschläge vom Ausmaß derer in Madrid verhindert", so die Staatschefin. Der Sprengstoff sei für Attentate auf Einkaufszentren bestimmt gewesen. Die Terroristen hätten auch einen Anschlag auf die Metro in der Hauptstadt Manila geplant.

Nach einem Bericht der BBC bezogen die Behörden die Angaben über die Anschläge von den mutmaßlichen Terroristen. Weitere geheimdienstliche Informationen lägen nicht vor, berichtet der Sender unter Bezug auf Verteidigungsminister Eduardo Ermita. Nach Angaben Ermitas habe einer der jetzt Festgenommenen die Beteiligung an dem Anschlag auf eine philippinische Fähre gestanden, bei dem im Februar mehr als 100 Menschen getötet wurden.

Die islamistische Gruppe hatte sich wenige Tage nach dem Untergang des Schiffes zu dem Anschlag bekannt. Damit habe sich die Abu Sayyaf für das Vorgehen der philippinischen Armee im muslimischen Süden der Inselgruppe rächen wollen.

Abu Sayyaf wurde der Weltöffentlichkeit bekannt, als sie im Frühjahr 2000 eine Gruppe westlicher Urlauber auf die Südphilippinen entführte. Unter den Geiseln befanden sich damals auch drei Deutsche.