Terror in Madrid: Spanien trauert um die Opfer - DER SPIEGEL
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Terror in Madrid Spanien trauert um die Opfer

Die spanische Regierung ordnete nach den Anschlägen auf Vorortzüge eine dreitägige Staatstrauer an. Für heute abend rief sie zu Demonstrationen für den Frieden auf. Bereits gestern abend versammelten sich Tausende Menschen in vielen Städten des Landes spontan auf den Straßen.
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Trauernde in Madrid: "Schock für alle Spanier"

Trauernde in Madrid: "Schock für alle Spanier"

Foto: AP



Madrid - In vielen Städten Spaniens gestern Abend das gleiche Bild: Tausende Menschen versammelten sich auf den Straßen, um gegen den Terror in ihrem Land zu demonstrieren. Die meisten Protestzüge fanden spontan statt. "Es ist ein schrecklicher Schock für alle Spanier", sagte Maria Isabel Hernandez, die an einer Mahnwache in Barcelona teilnahm. In der Hauptstadt skandierten die Demonstranten: "So kämpft Madrid".

Kinos und Theater in Madrid blieben am Abend geschlossen. Die spanische Regierung hat eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen; ab heute werden Museen und alle öffentlichen Einrichtungen in Spanien geschlossen sein.

Auch in Bilbao im Baskenland gingen Tausende Menschen auf die Straße. Die Demonstranten dort glaubten jedoch nicht an eine Schuld der Eta. "Ich glaube nicht, dass es die Eta war. Das kann nicht sein", sagte eine 53-jährige Hausfrau. An dem Schweigemarsch, zu dem die Regierung des Baskenlandes und Oppositionsparteien aufgerufen hatten, nahmen 15.000 Menschen teil.

In der Hauptstadt werden weiterhin Verletzte in Turnhallen medizinisch versorgt, weil die Krankenhäuser in Madrid überfüllt sind. Die Toten werden bis zur Beisetzung in einer Halle auf dem Madrider Messegelände aufgebahrt. Die Identität vieler Opfer ist noch immer unbekannt. Wie die spanische Nachrichtenagentur EFE berichtete, sind noch immer etwa 40 Gerichtsmediziner im Einsatz, um die Todesopfer zu identifizieren.