Terror-Verdacht US-Flugzeug wurde umgeleitet
Washington - Eine in Großbritannien gestartete US-Passagiermaschine wurde nach Angaben des FBI aus Sicherheitsgründen nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet. Der Pilot habe die Entscheidung getroffen, einen anderen Flughafen anzufliegen. Die Maschine der Fluglinie "American Airlines" - ursprünglich auf dem Weg von Manchester nach Chicago - sei auf dem Flughafen von Bangor gelandet, hieß es.
Eine Sprecherin des Flughafen sagte, insgesamt seien 179 Menschen an Bord gewesen. Sie wurden in einen besonderen Sicherheitsraum am Flughafen gebracht. Die Maschine, aus der das Gepäck entfernt wurde, befand sich in einem abgelegenen Teil des Flughafens. Der Grund für die Umleitung: Den US-Behörden lagen Hinweise auf eine Bedrohung des Flugzeugs vor. Laut FBI-Sprecher Richard Kolko begannen Ermittler mit der Befragung aller Passagiere.
Auf dem Flughafen in Houston im US-Bundesstaat Texas gab es unterdessen einen weiteren Zwischenfall: Sicherheitskräfte nahmen einen Passagier fest, an dessen Kleidung "Rückstände von Sprengstoff" gefunden worden waren. Spürhunde hätten im internationalen Ankunftsterminal angeschlagen, als sie an seiner Tasche geschnüffelt hätten. Behördenvertreter gingen davon aus, dass es sich um den Geruch von Dynamit gehandelt haben könnte, das der Mann möglicherweise in seiner Tasche transportiert habe.
Der Mann, ein College-Student aus Conneticut, war zuvor an Bord einer aus Buenos Aires kommenden Maschine der Fluggesellschaft Continental Airlines in Houston gelandet. Die Maschine habe ihren Flug nach Newark in New Jersey fortgesetzt - ohne den Passagier und sein Gepäck, hieß es Behördenangaben zufolge. Auch das Flugzeug sei vor dem Weiterflug von Sicherheitsleuten durchgecheckt worden.
Der Mann befand sich den Angaben zufolge im Gewahrsam der US-Bundespolizei FBI. Über seine Identität oder Nationalität wurden keine Angaben gemacht. Vor mehr als zwei Wochen hatte die britische Polizei nach eigenen Angaben Pläne zu einer umfangreichen Anschlagsserie auf Transatlantikflüge vereitelt. Seitdem herrschen auf allen Flughäfen verschärfte Sicherheitsvorkehrungen. Immer wieder kam es auch zu Fehlalarmen.
fok/dpa/Reuters/AFP/Reuters