Terrorangst Bundeswehr-Jets fangen Kleinflugzeug ab
Stuttgart - Der anfängliche Terrorverdacht erwies sich als unbegründet: In der einmotorigen Piper war die komplette Bordelektronik samt Funk und Navigationssystem ausgefallen, wie ein Luftwaffen-Sprecher berichtete.
In der "Piper TA 46" aus Wroclaw (Breslau) saßen Angaben des Luftwaffensprechers zufolge der Pilot und eine Begleiterin. Schon im polnischen Luftraum hatte die Maschine keine Signale mehr gesendet. Nato-Überwachungsstellen hatten dem Führungszentrum der Luftwaffe in Kalkar am Niederrhein die verdächtige Maschine gemeldet. Das Zentrum habe daraufhin Alarm ausgelöst und zwei "Phantom F-4-F" des Gefechtsstands Neuburg an der Donau in Marsch gesetzt. Die Kampfflugzeuge hätten die fünfsitzige Propeller-Maschine im Sichtkontakt nach Stuttgart-Echterdingen begleitet. Die "Piper" sei dort gegen 19.45 Uhr gelandet.
Die Polizei in Baden-Württemberg registrierte Anrufe besorgter Bürger, die der Lärm der zwei "Phantom"-Jets beunruhigt hatte.
In die Ermittlungen sei auch das Luftfahrtbundesamt eingeschaltet, hieß es.
Das Zentrum in Kalkar wurde nach den Terroranschlägen in New York vom 11. September eingerichtet und ist seit einem Jahr in Betrieb.