Terrorermittlungen: Spanier lassen Marokkaner frei - DER SPIEGEL
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Terrorermittlungen Spanier lassen Marokkaner frei

Der Terrorverdacht gegen einen in Deutschland lebenden Marokkaner hat sich nicht bestätigt. Der spanische Ermittlungsrichter Juan del Olmo ordnete die Freilassung des 28-Jährigen an, der in Darmstadt eine Wohnung hatte.
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Madrid - Gegen den Marokkaner, der in der vergangenen Woche in Spanien festgenommen worden war, bestehe kein Terrorverdacht, verlautete aus Justizkreisen in der spanischen Hauptstadt. Ermittlungsrichter del Olmo setzte neben dem Marokkaner zwei weitere Festgenommene auf freien Fuß.

Inzwischen konzentrieren sich die Ermittlungen der spanischen Behörden auf eine marokkanische Extremistengruppe. Innenminister Angel Acebes erklärte heute, die Polizei untersuche Verbindungen zwischen den festgenommenen Hauptverdächtigen und terroristischen Gruppen, besonders der marokkanischen Islamischen Kampfgruppe. Die Gruppe war bereits in den spanischen Medien als möglicher Drahtzieher der Anschläge vom 11. März genannt worden, bei denen 191 Menschen ums Leben gekommen waren.

Auch die marokkanischen Behörden haben erklärt, sie haben zwei extremistische Organisationen im Visier: die Islamische Kampfgruppe und die Salafia Jihadia. Die Kampfgruppe gilt als Vorläufer der Salafia Jihadia und als erste islamistische Organisation in Marokko.

Acebes sagte, außerdem wollten die Ermittler den Hintermann der Anschläge finden. Es sei möglich, dass es in den nächsten Tagen zu weiteren Festnahmen komme.

Ein spanischer Richter erließ inzwischen Haftbefehle gegen zwei weitere Verdächtige, die an den Bombenanschlägen beteiligt gewesen sein sollen. Bei ihnen handelte es sich um einen Syrer und einen Marokkaner.

Dem Syrer Basel G. wurde Massenmord und die Zugehörigkeit zu einer terroristischen Vereinigung zur Last gelegt, dem Marokkaner Hamed A. die Zusammenarbeit mit der Gruppe. Es hieß, zwei Augenzeugen hätten G. in einem der Züge erkannt, in denen der Sprengstoff explodiert war. Beide Beschuldigten beteuerten ihre Unschuld, räumten aber ein, einige der bereits festgenommenen Verdächtigen zu kennen, darunter auch den Hauptverdächtigen Jamal Z.