Terrorismus Ein Toter bei Bombenexplosion in Istanbul
Istanbul - Der Sprengsatz war in einem Mülleimer neben einer Bushaltestelle versteckt worden, berichteten türkische Medien. Menschen, die dort warteten, wurden bei der Detonation teils schwerwiegend verletzt. Ein 36-jähriger Mann erlitt so schwere Verletzungen, dass er im Krankenhaus starb. Zwei Verletzte wurden am Abend noch operiert.
Vermutlich habe es sich um eine aus Plastiksprengstoff gefertigte Splitterbombe gehandelt, sagte Istanbuls Provinzgouverneur Muammer Güler. Wahrscheinlich sei sie per Handy ferngezündet worden. Indirekt machte Güler Extremisten der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK für den Anschlag verantwortlich.
In Kurdengebieten im Südosten des Landes war es in den vergangenen Wochen und Tagen zu gewalttätigen Protesten gekommen, bei denen drei Demonstranten starben. Eine Verbindung zu diesen Vorfällen wollte der Provinzgouverneur auf Fragen von Journalisten nicht herstellen. Er sagte jedoch: "Die Terroristen trachten immer nach solchen Aktionen, wenn sich ihnen die Gelegenheit dazu bietet." Die PKK wird von der Türkei als terroristisch eingestuft.
Im Sommer waren in türkischen Urlaubsgebieten mehrere Bomben unter anderem auch in Müllbehältern explodiert. Diese Anschläge wurden nach Angaben der Behörden von kurdischen Extremisten verübt.