Terroropfer New York sucht Haare für DNA-Analyse
New York - Der Wunsch an die ausländischen Konsulate klingt ungewöhnlich: Die Stadtverwaltung in der amerikanischen Metropole bittet um Kämme mit Haaren und getragene Kleidungsstücke von Ausländern, die am 11. September 2001 in New York waren und seit dem vermisst werden.
"Uns fehlen trotz mehrfacher Aufrufe immer noch DNA-Proben aus dem Ausland", sagte der Verwaltungsbeauftragte für Konsulate, Chris Foster. Aus mehr als 60 Ländern seien nach den Anschlägen Vermisstenanzeigen eingegangen. Dennoch hätten bisher nur wenige der vermuteten ausländischen Hinterbliebenen DNA-fähiges Material der Verschwundenen zur Verfügung gestellt.
Der Anteil der Identifizierten sei bei den Ausländern deshalb mit 19 Prozent deutlich geringer als bei den amerikanischen Opfern. Dort seien bisher 28 Prozent der Leichen und Leichenteil zugeordnet worden, sagte Foster.