Terrorverdacht Flugzeug in den USA umgeleitet
Boston - Wegen eines Passagiers, dessen Name auf der US-Flugverbotsliste für mutmaßliche Terroristen stand, ist ein Flugzeug der italienischen Fluggesellschaft Alitalia auf dem Weg von Mailand nach Boston am Dienstag nach Bangor im US-Bundesstaat Maine umgeleitet worden. Der Mann musste das Flugzeug in Bangor mit seinem Gepäck verlassen. Insgesamt befanden sich nach Angaben der Fluggesellschaft 127 Passagiere und zehn Besatzungsmitglieder an Bord.
Die Bundespolizei FBI entschied sich nach einer Vernehmung des Mannes gegen seine Festnahme und erklärte, er werde nicht als Terrorist verdächtigt. Sein Fall werde an die Einwanderungsbehörde verwiesen. Nähere Einzelheiten nannte das FBI nicht.
Eine Sprecherin der US-Verkehrssicherheitsbehörde (TSA) sagte, man arbeite mit Alitalia zusammen um herauszufinden, wie der Passagier, dessen Nationalität bisher unbekannt ist, an Bord gelangt sei. An Bord von Flug 618 sei nichts Ungewöhnliches vorgefallen, betonte Sprecherin Yolanda Clark. Die Maschine setzte ihren Flug nach einstündigem Aufenthalt in Bangor fort.
Es war das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass ein Flug aus Europa mit Ziel Boston nach Bangor umgeleitet wurde. Am Donnerstag landete ein Air-France-Flugzeug dort, weil ein Passagier irrtümlich unter Terrorverdacht geraten war. Bei der Vernehmung stellte sich heraus, dass es sich um eine Verwechslung handelte: Der Passagier hatte fast denselben Namen und dasselbe Geburtsdatum wie ein mutmaßlicher Terrorist auf der Flugverbotsliste.