Test fürs Warnsystem Falscher Tsunami versetzt Thailänder in Panik
Bangkok - Einwohner und Touristen seien vorher nicht richtig informiert gewesen, sagte der Direktor des Katastrophenamtes, Smith Dharmmasaroj. In einigen Küstenabschnitten seien die Menschen gestern in heller Aufregung gewesen, als die Warnsirenen plötzlich losheulten. Der Test soll wiederholt werden, wenn alle Einwohner umfassend informiert sind.
Die Behörden haben entlang der 800 Kilometer langen Westküste 100 Warntürme gebaut, die die Menschen vor einem nahenden Tsunami warnen sollen. Die Türme sind per Satellit mit einer Boje Hunderte Kilometer vor der Küste verbunden. Das technisch hoch komplizierte Gerät war im Dezember ausgesetzt worden. Es misst unter anderem den Wasserdruck und die Wasserhöhe. An dieser Küste waren bei dem Tsunami im Dezember 2004 mehr als 5000 Einheimische und Touristen ums Leben gekommen.
Eine Woche nach dem Tsunami auf den Salomonen haben indes Boote des Roten Kreuzes mit Hilfsgütern für entlegene Inseln die Hafenstadt Gizo verlassen. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz. Ein Uno-Sprecher sagte, weitere Schiffe sollten Hilfsgüter und Werkzeuge bringen und auf dem Rückweg Menschen mitnehmen, die medizinische Hilfe benötigten. Bei der von einem schweren Seebeben ausgelösten Flutwelle waren bis zu 39 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 7000 Menschen wurden obdachlos.
dab/dpa/AP