Teuerster Sturm der US-Geschichte "Allison" tobt weiter
Tallahassee - In Florida kamen bisher mindestens neun Menschen ums Leben. In Georgia wurde in 14 Bezirken der Notstand ausgerufen. Mit Schäden in Höhe von einer Milliarde in Texas allein ist "Allison" der teuerste tropische Sturm in der US-Geschichte, berichteten US-Medien am Donnerstag.
Fünf Surfer kamen in stürmischem Wetter vor Pensacola an der Küste von Florida im Golf von Mexiko ums Leben. Ein Fischer wurde am Donnerstag noch vermisst. Drei Autofahrer ertranken, und ein Mann wurde von einem Baum erschlagen. In Texas und Louisiana waren mindestens 22 Menschen ertrunken.
Das aus der Karibik stammende Tief, das nicht ganz zu einem "vollwertigen" Hurrican auswuchs, dessen Wassermassen und Windstärken aber durchaus mit denen eines Hurrikans vergleichbar sind, hatte schon Anfang der Woche in Houston zu den schwersten Überschwemmungen in der Geschichte der Großstadt geführt. Es überschwemmte Straßen, beschädigte Brücken, riss Bäume und Hochspannungsleitungen um. Im Norden von Florida tobten mehrere Tornados. Insgesamt meldeten 22 Bezirke schwere Sturmschäden. In Jacksonville wurden 17.000 Häuser überflutet.
Die Feuerwehr, die wegen der anhaltenden Dürre seit Jahren immer mehr Buschfeuer zu bekämpfen hat, gewann dem Sturm eine gute Seite ab. "Wir brauchten dringend einen richtig satten Regen. Das haben wir bekommen", sagte der Meteorologe des nationalen Wetterdienstes in Jacksonville, Steve Letro, dem Sender CNN. "An der Feuerfront hilft das vorübergehend." In diesem Jahr waren in Flordia schon mehr als 60 Buschfeuer ausgebrochen.
Im Osten des Bundesstaates Georgia wurde wegen des Sturms in 14 Bezirken der Notstand ausgerufen. Schwere Schäden wurden vor allem aus den Städten Augusta, Macon und Valdosta gemeldet. Dort wurden ebenfalls Straßen überflutet, Brücken beschädigt und Bäume entwurzelt. Der Fluss Oconee stand fast zwei Meter über Normal. Die Ausläufer von "Allison" bewegten sich an der Küste entlang in Richtung Norden auf South und North Carolina zu. Meteorologen warnten vor weiteren Sturmschäden. Die meisten waren von der anhaltenden Stärke des Sturms überrascht worden.