Texas Zwei Jahre keine Hinrichtungen?
Austin - Der Justizausschuss des texanischen Senats in Austin hat sich überraschend dafür ausgesprochen, alle Hinrichtungen für zwei Jahre auszusetzen. Die Entscheidung fiel mit vier gegen drei Stimmen, berichteten US-Medien.
In der Zeit soll das texanische Justizsystem überprüft werden. Kritiker haben der Justiz in Texas unter anderem vorgeworfen, Angeklagte in Mordprozessen hätten keine ausreichende Verteidigung und Schwarze würden benachteiligt. Die Todesstrafe selbst wird nicht in Frage gestellt.
Die Gesetzesvorlage benötigt in Senat und Repräsentantenhaus eine Zwei-Drittel-Mehrheit, um zu passieren. Gouverneur Rick Perry hat bereits seinen Widerstand gegen einen möglichen Hinrichtungsstopp angekündigt.
In Texas sind nach Wiedereinführung der Todesstrafe Anfang der achtziger Jahre 243 Menschen hingerichtet worden, weit mehr als in anderen Bundesstaaten der USA. Im vergangenen Jahr wurden dort 40 Menschen exekutiert, so viele wie nie zuvor in einem Jahr.