Thailand: Behörden rechnen mit großem Anschlag - DER SPIEGEL
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Thailand Behörden rechnen mit großem Anschlag

Eine bewaffnete Bande hat aus einem Steinbruch in Thailand Ammoniumnitrat, Dynamit und etliche Zünder gestohlen. Nun fürchten die Behörden einen Terroranschlag.
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Bangkok - Die Behörden vermuten islamische Rebellen hinter dem Sprengstoffraub. Sie gehen davon aus, dass Terroristen sich das thailändische Neujahrsfest Mitte April für einen Anschlag aussuchen. Dann seien im Süden des Landes alle Hotels voll belegt, sagte Innenminister Bhokin Bhalakula heute in Bangkok.

Gestern Abend drangen etwa zehn bewaffnete Männer in den Steinbruch Manoon Rock Grinding in der Provinz Yala ein. Die Bande überwältigte zwei Wachleute und entkam mit einem Lastwagen voller Sprengstoff. Auf dem Laster befanden sich nach Angaben der Polizei 58 Stangen Dynamit, 170 Zünder und mehr als eineinhalb Tonnen des Düngemittels Ammoniumnitrat, aus dem sich Sprengstoff herstellen lässt.

Seit Anfang dieses Jahres kamen im Süden Thailands, zu dem auch die Provinz Yala gehört, mindestens 56 Menschen bei Terrorakten ums Leben. Der Süden ist das Hauptsiedlungsgebiet der islamischen Minderheit in dem überwiegend buddhistischen Land. Die thailändischen Muslime klagen seit langem über Diskriminierung und Unterdrückung ihrer Kultur. Nach Angaben der Streitkräfte gibt es in der Region bisher etwa 500 Rebellen. Die Gruppen hätten starken Zulauf.