Thailand: Touristenboot gekentert - mehrere Tote und Vermisste - DER SPIEGEL
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Thailand Touristenboot gekentert - mehrere Tote und Vermisste

Beim Untergang eines Touristenbootes an der Ostküste Thailands sind Polizeiangaben zufolge sieben Menschen ums Leben gekommen. 17 weitere Urlauber und Einheimische werden noch vermisst, darunter auch ein Deutscher. Möglicherweise hat eine große Welle das Boot zum Kentern gebracht.
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Ko Samui - Bei den Toten handelt es sich um einen US-Bürger im Alter zwischen 30 und 40 Jahren, zwei weitere Männer und eine Frau aus westlichen Ländern sowie drei Thailänder, sagte ein Polizist auf der Insel Ko Samui. Unter den Vermissten seien drei Schweden, zwei Ungarn sowie je ein Tourist aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Norwegen und Großbritannien.

Die Gründe für das Unglück sind noch unklar. Nach ersten Ermittlungen war das Schiff um 5.10 Uhr Ortszeit anscheinend von einer großen Welle zum Kentern gebracht worden, als es auf dem Weg von der Insel Pa Ngan nach Ko Samui war. Daraufhin sei das Boot rund drei Kilometer vor der Küste Ko Samuis gesunken. Ein Sprecher der Wasserschutzpolizei machte den Kapitän für das Unglück verantwortlich. Er habe das Boot "verantwortungslos" gesteuert.

Möglicherweise kenterte das Schnellboot aber auch, weil es mehr Menschen als erlaubt transportiert hatte. Ausgelegt auf 40 Passagiere habe es 54 Touristen von einer Vollmond-Party auf einer kleineren Insel abgeholt, die für die allmonatlichen Feste mit viel Alkohol und Drogen bekannt ist. Die Party wird in der Regel von tausenden Rucksacktouristen und Thailändern besucht.

Untersuchungen ergaben, dass der Unterboden des Bootes keine Anzeichen für eine Kollision aufwies. Die Rettungswesten seien noch an ihren Stauplätzen gewesen, sagte der Gouverneur der Provinz. Ein verletzter Überlebender berichtete, das Boot sei so überfüllt gewesen, dass es keinen Sitzplatz mehr gegeben habe. "Niemand hat Rettungswesten ausgeteilt", sagte der 28-Jährige von seinem Krankenbett aus.

Sowohl die Insel Pa Ngan als auch Samui waren von der Flutkatastrophe vom 26. Dezember nicht betroffen gewesen. Bei der Flutkatastrophe am Indischen Ozean waren Tausende Touristen an der Westküste Thailands in den Tod gerissen worden, darunter auch zahlreiche Deutsche.