Unglück in China Neue Explosionen erschüttern Tianjin
In der chinesischen Stadt Tianjin hat es am Samstag erneut mehrere Explosionen gegeben. Das berichtet CNN unter Bezug auf eine staatliche Nachrichtenagentur des Landes.
Am Mittwoch hatte es auf dem Hafengelände mehrere verheerende Explosionen gegeben, mindestens 85 Menschen starben, mehr als 700 wurden verletzt.
Jetzt heißt es: Feuer ist wieder aufgeflammt, Schwaden von schwarzem Rauch sind zu sehen. In einem Umkreis von drei Kilometern seien alle Menschen evakuiert worden. Wie die Nachrichtenagentur China News Service berichtete, hörten Reporter vor Ort sieben oder acht Explosionen.
Zehntgrößter Hafen der Welt
Auf dem Hafengelände stand eine Lagerhalle für Gefahrgüter. Bislang ist unklar, welche Chemikalien zu den Explosionen führten. Mehr als 200 Spezialisten des Militärs versuchen derzeit, die Ursache vor Ort zu klären.
Den Angaben der Behörden zufolge liegt die Belastung der Luft mit giftigen Gasen unterhalb der gesundheitsgefährdenden Schwelle. Dennoch bleibt in der Millionenstadt 140 Kilometer südöstlich von Peking die Sorge vor einer Gefährdung der Bevölkerung.
Bei dem Unglück wurde das Industriegebiet am Hafen weitflächig verwüstet, zahlreiche Neuwagen, Schiffscontainer und Gebäude wurden völlig zerstört. Tianjin ist der zehntgrößte Hafen der Welt, hier werden mehr Container bewegt als in Hamburg oder Rotterdam.