"Titanic" Noch ein CDU-Konto aufgetaucht
Berlin - Angeblich sollte es sich um ein CDU-Konto unter der ehemaligen Adresse der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Bonn handeln. In der Fraktion will man den Scherz sofort erkannt haben, "da die CDU/CSU-Fraktion keine Auslandskonten unterhält", wie es am Freitag hieß. "Um möglichen Spekulationen rasch den Boden zu entziehen", wurde der Parlamentarische Geschäftsführer Eckart von Klaeden mit der Klärung vor Ort beauftragt. Dieser habe den Bundestagspräsidenten umgehend mündlich informiert.
Am Freitagmorgen in Luzern stellte sich in Gesprächen mit der Bank heraus, dass die übersandten Unterlagen "professionelle Fälschungen" waren. Die Unionspolitiker kamen der "Titanic" auch dadurch auf die Spur, dass sie nicht die angegebene Telefonnummer zurückriefen, sondern einen zur Kontrolle bei der Auskunft ermittelten Anschluss der Bank in Luzern. Die Unionsfraktion resümierte: "Sichtlich enttäuschte Titanic-Mitarbeiter warteten heute Mittag vergeblich vor der Bank auf einen Erfolg. Auf Herrn von Klaedens Nachfrage gaben sie sich schließlich zu erkennen." Da das Vorgehen der Zeitschrift "kein Kavaliersdelikt" sei, prüfe die Fraktion jetzt rechtliche Schritte.