Tod eines Dackels: Militanter Gartenbesitzer verurteilt - DER SPIEGEL
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Tod eines Dackels Militanter Gartenbesitzer verurteilt

Das Amtsgericht Aurich hat einen Mann zu einer Bewährungsstrafe verurteilt, der seine Gemüsebeete mit einem 220-Volt-Zaun gesichert hatte. Ein Dackel, der an den Möhrchen in Nachbars Garten schnuppern wollte, war an den Draht gekommen und tot umgefallen.
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Aurich - Der rabiate Gärtner hatte sein Grundstück mit einem selbst gebastelten Elektrozaun gesichert, der aus einem in Knöchelhöhe gespannten Draht bestand. Diesen hatte der 61-Jährige per Verlängerungskabel an das normale Stromnetz angeschlossen. Nach Angaben eines Gerichtssprechers erlitt Rauhaardackel "Pelle" tödliche Verletzungen, als er den Draht streifte. Auch die Hundebesitzerin, die den Hund retten wollte, bekam einen Stromschlag. Sie kam jedoch ohne körperliche Schäden davon.

Der Kleingärtner hatte den Draht als ungefährlich für Menschen bezeichnet. Dem widersprach jedoch ein Sachverständiger: Der an Plastikpfählen befestigten Stromdraht sei auch für Menschen lebensgefährlich.

Nun wurde der Mann wegen gefährlicher Körperverletzung, Sachbeschädigung und Tierquälerei schuldig gesprochen. Das Urteil des Richters lautete auf neun Monate Haft auf Bewährung. Zudem muss der Verurteilte 1000 Euro an eine Tierschutzorganisation zahlen.