Tod eines Kult-Kängurus: Was von Skippi übrig blieb - DER SPIEGEL
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Tod eines Kult-Kängurus Was von Skippi übrig blieb

Das Känguru-Männchen Skippi erlangte Kultstatuts, seit es Anfang August aus einem baden-württembergischen Tierpark entwischte und seitdem durch die freie Wildbahn hüpfte. Doch Skippi war nicht zivilisationstauglich - und fand ein brutales Ende.
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Memmingen - Anfang August war Skippi aus einem Tierpark im baden-württembergischen Bad Wurzach entwischt und seitdem auf freiem Fuß. Jetzt ist das Känguru-Männchen tot, sagt die Polizei. Es sei in den frühen Morgenstunden bei Memmingen (Bayern) vermutlich von einem Lastwagen überfahren worden. Der Laster habe Skippi regelrecht "platt gemacht". Die Überreste des getöteten Beuteltieres wurden zur Autobahnmeisterei Mindelheim gebracht.

Doch Skippis Besitzer bezweifeln, dass ihr Känguru tatsächlich das Zeitliche gesegnet hat.

"Das war nicht unser Skippi", sagt Gerda Leichtle, die zusammen mit ihrem Mann den Tierpark betreibt, aus dem Skippi entkam. "Der wurde erst vor zwei Tagen in der Nähe von Leutkirch gesehen." Ihrer Auffassung nach sind zwei freilaufende Beuteltiere in der Region unterwegs. Deshalb glaubt Gerda Leichtle im Gegensatz zur Polizei, dass Skippi noch lebt.

Vor mehr als zwei Wochen war Skippi der Familie Leichtle entwischt und mehrfach von Spaziergängern gesichtet und fotografiert worden. Auf eine gezielte Suchaktion nach dem zahmen Tier war verzichtet worden, um es nicht weiter zu verschrecken. Die Besitzer hatten gehofft, das Tier mit einem Betäubungsgewehr stellen und wieder einfangen zu können.

In Bayern wurde der Fall nun zu den Akten gelegt. Der Kadaver werde nicht auf seine Identität hin untersucht werden, sagte eine Polizeisprecherin.

pad/dpa