Tod hinter Gittern Serienkiller erhängt aufgefunden
London - Shipman praktizierte mehr als 20 Jahre lang in dem Städtchen Hyde in der Nähe von Manchester. Der Hausarzt war bei den Bewohner besonders beliebt, weil er im Ruf stand, sich rührend um seine Patienten zu bemühen.
Doch der Doktor war ein Serienkiller, vermutlich sogar ein Massenmörder: Wegen der Tötung von 15 Menschen wurde er verurteilt - doch die Ermittler vermuten, dass er bis zu 300 Patienten tötete und die Taten als natürlichen Tod vertuschte. Die meisten seiner oft älteren Opfer starben an der Überdosis eines Schmerzmittel-Cocktails. Die Polizei war dem Arzt auf die Spur gekommen, weil sich die Zahl der mysteriösen Todesfälle nach Hausbesuchen von Doktor Shipman häuften.
Zumindest in einem Fall spielte ein finanzieller Hintergrund als Motiv eine Rolle - ansonsten blieben die Beweggründe von Shipman im Dunklen. Die britische Boulevardpresse nannte den Mediziner "Doktor Tod".
Das Wachpersonal des Gefängnisses in Wakefield fand den Doktor am Dienstagmorgen erhängt in seiner Zelle - an einem Strick, das aus einem Bettlaken gewunden worden war. Die Gefängnisleitung kündigte eine umgehende Untersuchung des Todes an, die auch Shipmans Anwalt forderte.